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Ist die wunderschöne, reizvolle, finnische Sprache mit ihrem einzigartigen melodischen Klang in ernster Gefahr?
Das finnische Forschungszentrum für einheimische Sprachen (Kotus) jedenfalls zeigt sich besorgt.
Nicht nur die zunehmend in die finnische Alltagssprache einfliessenden Anglizismen bedrohen die Sprache, sondern auch die mobile Kommunikation mit den für sie typischen Abkürzungen und nicht zuletzt das Beamtenfinnisch.
Da geht es der finnischen Sprache vermutlich nicht anders als anderen Sprachen auf der Welt, denn die "Störfaktoren" sind ja keine finnischen Phänomene.
Und dabei gibt es gerade in Finnland beste Voraussetzungen mit der schwer verständlichen und vielfach verklausulierten Beamtensprache aufzuräumen.
So ist bereits im 2004 in Kraft getretenen Verwaltungsgesetz festgeschrieben, dass Behörden eine sachliche, klare und verständliche Sprache zu nutzen haben.
Aber Papier ist geduldig und weil das so ist, fordert Kotus, dass nicht nur das Gesetz endlich in die Praxis umgesetzt, sondern auch in das Regierungsprogramm Massnahmen hin zu einer sauberen Amtssprache aufgenommen wird.
Das Forschungszentrum hat recht, wenn es behauptet, dass eine schwer-oder missverständliche Rede oder ein derartiges Schreiben eines Beamten im schlimmsten Fall Rechtssicherheit oder Rechtsschutz gefährden können.
Die relativ neue, aber in Finnland immer mehr in Mode geratene Unsitte von Behörden, künstlich Namen für öffentliche Einrichtungen zu finden oder sie gar entsprechend umzubenennen, verunsichere zudem die Bevölkerung.
Als ein Beispiel nennt Kotus die Umbenennung der finnischen Post in Itella.
Mit der Bezeichnung Post konnte und kann jeder Bürger etwas anfangen.
Mit Itella schon weniger.
Die Hüter der finnischen Sprache haben, wie man sieht, alle Hände voll zu tun, um sie rein und verständlich zu halten.
Informationsquelle:
(20.06.2010, 21.30 Uhr)
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