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Aktuelle Nachrichten aus Suomi: 02.06.2010

Finnische Atomkraftwerke entstehen mit ausländischem Kapital

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Ausländischen Investoren an finnischen Kernkraftwerken interessiert

Weil in den Augen von ausländischen Investoren Kernkraftwerke eine lohnende Kapitalanlage darstellen, wird es keine Finanzierungsprobleme für die geplanten Kraftwerksneubauten in Finnland geben.

Wenn das finnische Parlament den Plänen der Regierung zustimmt, werden in Suomi in diesem und im nächsten Jahrzehnt zwei neue Kernkraftwerke gebaut.
Sie kosten zusammen mindestens 10 Milliarden Euro.
Aber an den immensen Kosten wird die Errichtung der neuen Atomkraftwerke nicht scheitern, denn ausländische Investoren mögen Kernkraft.
Sie sehen Kernkraftwerke als interessante Geldanlage an, auch wenn es praktisch unmöglich ist, im Vorab zu berechnen, welche Rendite sie tatsächlich bringen werden.

Selbst der gegenwärtige dritte Kraftwerksbau in Olkiluoto, dessen Baufortschritte sich im Schneckentempo vollziehen, bremst den Eifer von Investoren nicht.
Derzeit kann noch niemand sagen, wieviel das Kraftwerk endgültig kosten wird.
In 2 bis 3 Jahren, nach seiner Fertigstellung, wird der Fall vor Gericht weiterverhandelt werden.
Es wird erwartet, dass sowie der Auftraggeber Teollisuuden Voima (TVO) als auch der Erbauer Areva Milliarden an Schadenersatz zahlen müssen.

TVO rechnet damit, dass es für seinen Kredit etwa 1,2 bis 1,3 Prozent mehr zahlen muss als der finnische Staat.
In den Augen der internationalen Investoren ist TVO sicherer als viele der EU-Länder.
Auch der gute Ruf Finnlands spielt bei der Kreditwürdigkeit von TVO eine Rolle.
Bei mit Kernkraft verbundenen Grossprojekten werden die politischen Risiken genau abgewogen.
Ein Regierungswechsel in Finnland würde keine Gefahr für die Realisierung der Pläne zum Bau von Kernkraftwerken darstellen.

Strom zu verkaufen ist ein lukratives Geschäft.
Der Preis hängt insbesondere von den Produktionskosten ab.
Preisvergleiche ergeben, dass TVO letztes Jahr beim Strompreis einen Gewinn von 75 Prozent erwirtschaftet hat.
TVO gehört zu 60 Prozent zu Pohjolan Voima, PVO.
PVO wiederum zu 43 Prozent zu UPM-Kymmene.

Nach Aussagen von Fennovoima, eines der zwei Konzerne, die eine Empfehlung der finnischen Regierung für den Kernkraftneubau bekommen haben, gibt es zahlreiche Kapitalgeber.

Der deutsche Konzern E.ON, das weltgrösste private Energieunternehmen und der zweigrösste Atomkraftlieferant Europas, hält 34 Prozent der Anteile an Fennovoima.
E.ON produziert 60 000 MWh Strom im Jahr, genauso viel wie 40 von Fennovoima geplante Atomkraftwerke zusammen.

Quelle der Information

(02.06.2010, 22.30 Uhr)

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