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Warum sind die Lebensmittelpreise in Finnland nicht wie in anderen EU-Ländern gesunken?
Das fragen sich die finnische Verbraucher und diese Frage warf auch der Ökonom der Staatsbank auf.
Wenn die Preise nicht bald sinken, sind richtig triftige Erklärungen vonnöten, meinte der Abteilungsleiter der Staatsbank Antti Suvanto.
Die Ölpreise auf dem internationalen Markt seien von der Spitze im letzten Jahr 60 Prozent und die Rohstoffpreise für Lebensmittel 20 Prozent entfernt.
Wie Suvanto sagte, wird sich die Preisentwicklung nun endlich umkehren: Die Inflation wird zur Deflation, das heisst, die Verbraucherpreise sinken.
In diese Richtung müsse es auch ohne die bereits für den Oktober in Finnland beschlossene Umsatzsteuerermässigung gehen.
Die Preisentwicklungen der letzten Jahre hängen laut Professor Jyrki Niemi von der MTT (Forschungszentrum der Landwirtschaft und Lebensmittelwirtschaft) mit eher traditionellen Faktoren zusammen: so Ernteschwankungen infolge Wetterbedingungen und Zuwachs der Nachfrage an Getreide als Biobrennstoff.
Es sei durchaus möglich, dass diese grossen Preisschwankungen auch in Zukunft bestehen werden, denn selbst kleine Änderungen der Ernteprognosen bewirken leicht Änderungen in den Weltmarktpreisen. Auch lebe man auf den internationalen Märkten gerne "von der Hand in den Mund".
In den vergangenen Jahren habe man zum Beispiel mehr verbraucht als produziert, nur in den Jahren 2004 und 2008 gab es Reserven.
Anfang Oktober wird die Mehrwertsteuer für Lebensmittel in Finnland von den jetzigen 17 Prozent auf 12 Prozent sinken. Das müsste eine Senkung der Preise um 4,3 Prozent zur Folge haben.
Wie Martti Luukko, Ökonom der Verbrauchervereinigung äusserte, seien keine Anzeichen erkennbar, dass die Preise im Voraus künstlich hochgeschraubt werden würden.
Gute Nachrichten für die Verbraucher also.
(02.06.2009, 19.15 Uhr, Quelle der Information)
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