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Finnland-News Juni 2009: 02.06.2009

Streit um Ringelrobben am Saimaa

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Es geht auch um das Image der Region

Der heftige Streit um den Schutz der Ringelrobben von Saimaa erhitzt die Gemüter seit dem Frühjahr.
Nach Auffassung des Imageforschers Topiantti Äikäs könnte der Streit nicht nur grossen Schaden für die Robben selbst, sondern auch für den Ruf des gesamten Saimaa-Sees anrichten.

Wenn die Sache noch mehr Aufmerksamkeit erweckt, werden die Leute beginnen sich zu wundern, warum man es nicht schafft, die 260 Ringelrobben zu schützen.
Der Streit wird sich ausser gegen die Robbe, auch gegen die Fischer, gegen die Landwirtschaftsministerin und gegen das ganze Saimaa-Gebiet richten, sagte der Dozent der landwirtschaftlichen Fakultät der Universität Oulu.

Bei dem Streit in den Medien geht es darum, ob es für den Robbenbestand ausreichend sei, das Netzfischen auf freiwilliger Basis zu begrenzen.
Die bisher erreichten Erfolge könnten dem ganzen Gebiet positiven Ruf bringen.
Natürlich nutzen die Vermarkter des Gebietes die Robben schon lange in der Imagewerbung, aber laut Äikäs noch nicht so stark wie es möglich wäre.

Die Ringelrobbe von Saimaa habe für die Finnen ikonenhaften Ruf. Mit ihrem retrobehafteten Image könnte man viel erreichen.
Äikäs verglich die Robbe mit Riesenpandas in China und Orang-Utans in Indonesien.
Diese sind für Indonesien und China eine riesige Imageressource. Pandas und Orang-Utans würde man nicht mal aus Versehen töten, so wie es bei den Ringelrobben von Saimaa hin und wieder der Fall ist.
Und immerhin gibt es 10.000 Orang-Utans und 1000 Riesenpandas.

Äikäs sprach zum 60-jährigen Jubiläum der Inselpolitik im Saimaa.

(02.06.2009, 17.50 Uhr, Informationsquellen: Tageszeitung Etelä Saimaa, Land-und Forstwirtschaftministerium Finnlands)

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