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Der finnische Wirtschaftsminister Mauri Pekkarinen (Zentrumspartei) befürchtet, dass die Wirtschaft noch mehr zurückbleiben könnte als bisher angenommen.
Die Regierung müsse den Mut haben, mehr Schulden zu machen, falls die Arbeitslosigkeit 11 Prozent übersteige.
Er sei bereit, die Staatsschulden auf 68 Prozent des Bruttosozial-produktes anzuheben. Das wäre auf ein höheres Niveau als bei der letzten Rezession Anfang der 90er Jahre.
Anstrengungen die Wirtschaft zu beleben und noch höhere Arbeitslosigkeit zu verhindern, seien kostengünstiger, als die vielen Arbeitslosen zu bezahlen.
Jedes Prozent Arbeitslosigkeit koste den Staat fast 300 Millionen Euro pro Jahr.
Als positiv könne angesehen werden, dass der Finanzsektor des Landes die Rezession besser verkraftet als in den 90-er Jahren.
Pekkarinen vermisse allerdings zusätzliche Mittel für Forschung, Produktentwicklung und Innovationen.
"Wir haben es schwerer als manche andere, weil wir Mobiltelefone, Kreuzfahrtschiffe und andere Verbrauchs- und Investitionsgüter produzieren. Hier basiert der Erfolg auf Wachstum. Es könnte sein, dass wir sogar sieben Prozent des Bruttosozialproduktes einbüssen müssen", wird der Wirtschaftsminister vom Turun Sanomat zitiert.
Wald, Energie, Strassen, Schulen müssten laut Pekkarinen auf der Schwerpunktliste der Investitionen stehen.
Die Regierung will Ende August über Budgetfragen beraten.
(30.06.2009, 12.40 Uhr, Quelle der Informationen: Turun Sanomat)
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