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Das dunkle finnische Roggenbrot (ruisleipä) ist nicht nur bei Einheimischen beliebt, sondern auch bei Touristen. Viele nehmen sich ein Päckchen Brot aus dem Urlaub mit nach Hause.
Saku Koivu formulierte es einml so: "Während des langen Winters vermisst man schon die warmen, hellen Sommerabende in Finnland, an denen Sauna und Grillen auf dem Programm stehen.
Meine Geschmacksnerven sehnen sich nach dunklem Brot und Oltermanni-Käse."
Aber so finnisch, wie man meinen würde, ist das Brot nicht.
Nur ein winziger Anteil des Roggens im finnischen Roggenbrot ist einheimischer Roggen. Der meiste Roggen wird aus dem Ausland importiert.
In Finnland wächst Brotgetreide auf einer Fläche von etwa einer Million Hektar.
Die meistangebaute Getreidesorte Finnlands ist Gerste. Diesen Sommer wird sie auf 600.000 Hektar angebaut und macht etwa ein Viertel des gesamten Getreides in Finnland aus.
Warum wird nun so wenig Roggen in Finnland angebaut?
Wie der Helsingin Sanomat schreibt, ist es nicht das Geld, das bestimmt, welche Getreidesorte dominiert, es sind eher die Traditionen.
Es wird das angebaut, was man schon immer angebaut hat und was zum jeweiligen Hof am besten passt.
Ausnahmen gibt es auch hierbei. So wurde in diesem Jahr weniger Gerste angebaut, dafür mehr Ölpflanzen.
Die Landwirte verdienen besser an ihnen.
Ölpflanzen bringen dem Landwirt 290-260 Euro je Tonne, Roggen etwa 150-170 Euro je Tonne.
Raps, Rübsamen und alle Eiweisspflanzen bringen, sofern als einzige Getreide angebaut, zusätzlich 45 pro Hektar.
Die Anbauflächen von Raps und Rübsamen wuchsen in diesem Jahr von 50.000 auf 80.000 Hektar und dennoch
erhält die finnische Industrie nur einen Drittel des nötigen Raps und Rübsamen aus dem Inland.
(29.06.2009, 13.00 Uhr, Quelle der Information: Helsingin Sanomat)
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