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In Finnland gibt es über 800 Kirchen, darunter mehrere architektonische Perlen, die zum Weltkulturerbe oder zu den wichtigsten Bauten ihrer Zeit gehörten.
Beispielhaft genannt seien die grosse Holzkirche in Kerimäki, die Drei Kreuze Kirche in Imatra von Alvar Aalto und die Felsenkirche in Helsinki.
Zahlreiche Kirchen gehören zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten ihrer Gemeinden, bestimmen das Bild ihrer Region mit und sind Anziehungspunkte für Touristen.
Anders als allgemein angenommen, finanziert der finnische Staat die Restaurierung der Kirchen nicht.
Er beteiligt sich lediglich mit einer kleinen Summe an den Finanzierungsaufwendungen.
Das Bewahren des tausendjährigen kirchlichen Kulturerbes ruht somit im Wesentlichen allein in der Verantwortung der Kirchengemeinden.
Nur in Ausnahmefällen springt der Staat ein und das Zentralamt der Kirchen kann leider nicht alle notwendigen Reparaturarbeiten bezahlen.
Die Kirchengemeinden zahlen aus ihren Kirchensteuereinnahmen in einen Fond und aus diesem werden nach sehr strengen Kriterien Gelder für die Gemeinden bewilligt.
Nach Aussage von Eero Raatikainen, Leitender Architekt des Kirchenamtes, muss das Bauvorhaben für die Gemeinde sehr wichtig und gut begründet sein.
Jährlich leitet das Zentralamt der Kirchen 5,5 bis 6,5 Millionen Euro für Bau- und Friedhofunterstützung an die Kirchengemeinden weiter.
Damit werden jeweils mehrere Restaurierungsarbeiten in der Grössenordnung von einigen Hunderttausenden Euro ausgeführt.
Um verwaiste kirchliche Bauten, solche, die nicht mehr für Gemeindezwecke genutzt werden, kümmert sich das Museumsamt.
(26.06.2009, 15.10 Uhr, Quelle der Information: Etelä Saimaa)
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