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Finnland-News Juni 2009: 27.06.2009

Bedeutender archäologischer Fund in Ii

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Interessante geschichtliche Aufschlüsse

In Ii, in Pohjois-Pohjanmaa, ist bei Grabungen ein bedeutender archäologischer Fund gemacht worden.
Wie die Tageszeitung Kaleva berichtet, wurden Knochen von über 200 Menschen gefunden, die vermutlich aus dem 14. oder 15. Jahrhundert stammen.
Genaueres müssen detaillierte Untersuchungen ergeben.

Im 15. Jahrhundert waren christliche Begräbnisstätten noch karg und schmucklos.
Deshalb werden kaum Sachgegenstände gefunden.
Entdeckt hat man aber Münzen aus dem Mittelalter und dem 15. Jahrhundert und zudem neben einem Schädel eine BleiKugel aus einer Jagdwaffe.

Wie die Leiterin der Ausgrabungen, Titta Kallio-Seppä vom Museumsamt sagt, sind derart umfangreiche Funde aus der Zeit selten.

Anliegen der Hamina-Grabungen, die vor etwa einem Monat in Ii begonnen haben, ist es, nähere Informationen über das Leben in Finnland an der Schwelle zwischen Mittelalter und Neuzeit zu erhalten.
Die Knochen können z.B. Aufschluss über die Todesursache der Menschen geben.
Zudem erwartet man Aufschluss über die Kirchengeschichte der Region.
Die bis jetzt bekannte älteste Kirche auf dem Festland in der Nähe der Grabstelle wurde um 1580 gebaut. Sie ist aber ein paar Jahre später abgebrannt.

Dass die aufgefundenen Toten übereinander und kreuz und quer platziert wurden, zeigt, dass die Begräbnisse an dieser Stelle über eine lange Zeit hinweg stattgefunden haben.
Es ist also möglich, dass es im Gebiet Hamina schon vor 1580 eine Kirche gab, auch wenn bisher davon ausgegangen wird, dass diese auf den nahen Inseln standen.

In diesem Sommer werden Ausgrabungen an 13 Orten in Finnland durchgeführt.

(27.06.2009, 16.30 Uhr, Quelle der Information: Kaleva, MTV3-Videotext)

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