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Finnland-News Juni 2009: 14.06.2009

Erster Entführungsfall in Finnland

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Entführungsopfer lebend aufgefunden

Für die finnische Öffentlichkeit fing alles relativ harmlos an.
In Turku wurde in einer Parkhalle an der Ausfahrtsrampe viel Geld gefunden. Mitbürger haben die Scheine aufgesammelt und in finnisch-ehrlicher Art und Weise der Polizei übergeben.
In der Presse fragte man nach dem Besitzer, denn von einem Überfall wusste niemand etwas und auch sonst war unklar, woher das Geld plötzlich kam.

Am Samstag wurde dann auch der Presse mitgeteilt, dass alles nicht ganz so harmlos ist, sondern dass das Geld Teil einer Lösungsgeldzahlung war.
Und dann sickerten die Informationen langsam immer mehr durch.

Seit dem 27.5.09 war die 26-jährige Tochter von Hanna Nurminen, Minna Nurminen, entführt worden.
Hanna Nurminen ist die Tochter von Pekka Herlin und die Schwester von Antti und Niklas Herlin. Sie hat ein grosses Vermögen von ihrem Vater, dem ehemaligen Besitzer des Kone Konzerns, geerbt.

Die Herlin Dynastie war seit dem Ableben von Pekka Herlin 2003 stark miteinander verstritten, da er vor seinem Tod noch seinem ältesten Sohn Antti in einem geheimen Abkommen die Macht im Kone Konzern übertragen hatte.
Nach mehreren Firmenübernahmen, Neuaufteilungen und neuen Abkommen haben inzwischen alle ihren Teil am Erbe erhalten.

Als Verdächtiger wurde der 44-jährige J.T. festgenommen. Das Opfer und der Entführer kannten sich vorher nicht.
Innenministerin Anne Holmlund (Kokoomus) wusste von Anfang an von der Entführung und hat sich erleichtert darüber gezeigt, dass das Entführungsopfer lebend und ohne grössere physischen Schäden davongekommen ist.
Da es sich hierbei nicht um eine politische Affäre handelt, ist keine politische Abhandlung nötig. Die erste Entführung in Finnland wird jedoch im Innenministerium im Komitee für Sicherheitsfragen behandelt.

Aus Sicherheitsgründen hatte die Polizei keine oder kaum Informationen bekannt gegeben und erst nach und nach werden Einzelheiten des Falls publik.

(14.06.2009, 23.20 Uhr)

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