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Finnland-News Juni 2009: 24.06.2009

Ungestraft rasen?

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Geschwindigkeitsbegrenzungen beachten!

Welcher Finnland-Urlauber wurde nicht im Voraus von Freunden und Bekannten vor den drastischen Verkehrsstrafen gewarnt, die in Suomi zum Beispiel für zu schnelles Fahren drohen.
Sieht man sich die Rekordgeldbusse von 112.000 Euro für Rasen an, kann einem wirklich Angst und Bange werden.

Aber auch hier gilt, nichts wird so heiss gegessen wie gekocht.
Nicht jeder verfügt über so ein Einkommen wie der ertappte Übeltäter und zudem scheinen Ausländer häufig glimpflich davonzukommen, wenn man dem Helsingin Sanomat vertraut.

Oberkommissar Heikki Ihalinen aus dem finnischen Innenministerium verriet dem Blatt, dass im vorigen Jahr von den Radar-Kameras mehr als 3.000 Bilder von Autos mit ausländischem Kennzeichen gespeichert wurden, die die Geschwindigkeitsvorschriften nicht eingehalten haben.
Die Mehrzahl von ihnen wurde jedoch nicht belangt, weil die Einziehung der Geldbussen ein zu mühsamer Prozess wäre.
Ausländische Geschwindigkeitssünder machen nur einen sehr kleinen Teil der Raser aus.
In Finnland seien im vorigen Jahr insgesamt fast 200.000 Geldstrafen wegen zu schnellen Fahrens verhängt worden.

"Die Daten der zu schnell gefahrenen russischen Fahrer kann man oft noch an der Grenze herausfinden und zwischen den nordischen Ländern funktioniert der Austausch von Verkehrsdaten relativ reibungslos. Das Problem sind jedoch die Bürger anderer EU-Länder, denen man praktisch gesehen kaum Geldstrafen schickt", wird Ihalinen vom Helsingin Sanomat zitiert.

Das klingt beruhigend. Verlassen sollte man sich allerdings darauf nicht.

(24.06.2009, 1.20 Uhr)

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