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Finnland-News Juni 2009: 07.06.2009

Wie radikal sind Asylanten?

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Streit um die Asylfrage

Vor den Europawahlen ist in Finnland die Asyldebatte angesichts steigender Asylbewerberzahlen wieder hochgekocht.
Vertreter rechter Parteien haben zudem Öl ins Feuer gegossen.

Sehen der Leiter der finnischen Sicherheitspolizei Ilkka Salmi und der Leiter der Einwanderungsbehörde Jorma Vuorio nur Gespenster, wenn sie den Geist der Radikalisierung von Ausländern in Finnland an die Wand malen, wie Frank Johannson von Amnesty International Finnland meint?
Salmi spricht von deutlichen Anzeichen dafür, dass Gruppen und Netze, die in islamischen Ländern an Terroraktionen teilnehmen, aus Finnland unterstützt werden.
Nach der Auffassung von Vuorio werde das Radikalisierungsrisiko von Einwanderern durch die Wurzellosigkeit, die sie in ihrer neuen Heimat erleben würden, verstärkt. Besonders Einwanderer der zweiten Generation hätten es schwer, sich mit der Heimat ihrer Eltern und deren kulturellen Traditionen zu identifizieren.

Johannson widerspricht beiden heftig und wirft ihnen vor, Hysterie zu erzeugen.
Seiner Meinung nach, wäre Finnland problemlos in der Lage, die wachsende Zahl von Asylanträgen zu bearbeiten, wenn man in den 1990er Jahren gelernt hätte, sich in der Asylfrage an die eingegangenen internationalen Verpflichtungen zu halten und nicht eigenem Gusto zu folgen.

Die Gemüter sind erhitzt, in der Regierung wird über die Verschärfung der Asylgesetze diskutiert.
Auf der anderen Seite betonen fast alle Parteien, dass Finnland in Zukunft auf Grund der Bevölkerungspyramide arbeitswillige Ausländer brauche.
Höchste Zeit, sich gemeinsam an einen Tisch zu setzen und nach gangbaren Lösungen zu suchen.

(07.06.2009, 15.00 Uhr, Quelle der Informationen: Helsingin Sanomat)

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