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Die Verflechtung von Politik und Wirtschaft wird immer mehr aktuelles Tagesthema in Finnland.
Und nicht nur Minister(präsident) sind betroffen, sondern auch "einfache Parlamentsabgeordnete".
Wie Aamulehti recherchierte, sitzen 103 finnische Parlamentarier in den Vorständen staatlicher Unternehmen.
Sie haben dort kaum etwas oder noch weniger zu tun, ein Minimum an Macht und Verantwortung und werden für ihre Teilnahme an 4-5 Sitzungen im Jahr königlich entlohnt.
Mitglieder von Vorständen kassieren monatlich 6.800 bis 7.800 Euro, Vorstandsvorsitzende 12.800 bis 13.800 Euro.
Dazu gibt es dann noch Extrabonbons wie z.B. eine kostenlose Fahrkarte der Bahn für Mitglieder des Vorstandes der finnischen Bahn.
Kauppalehti nennt das Beispiel von Markku Laukkanen, Abgeordneter der Zentrumspartei, der als Vorstandsvorsitzender des börsennotierten Energiekonzerns Fortum 13.000 Euro im Jahr erhält und das als angemessen für die nach seinen Worten oft wochenlange Vorbereitung von Sitzungen und Interviews erachtet.
Die Wirklichkeit sehe jedoch ganz anders aus.
Die Parlamentsabgeordneten hören in den Sitzungen die Berichte des Geschäftsführers und sprechen über Teiljahresberichte und Strategien.
Gegenüber Kauppalehti bezeichnete Olli V. Virtanen, Generalsekretär des Verbandes für Vorstandsarbeit, Vorstandsräte als "politisches Relikt.
Sie bringen für den Vorstand eher ein Durcheinander, als dass sie helfen."
Virtanen erinnerte auch daran, dass es bei staatlichen Unternehmen die Politiker sind, also die Regierung des Landes und der zuständige Minister, die bestimmen, wer in die Vorstände kommt.
(25.06.2009, 12.40 Uhr, Quelle der Information)
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