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Finnland-News Juli 2009: 28.07.2009

Der Stern von Afrika in Finnland

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"Der Stern von Afrika" - ein Teil finnischer Kultur

In seiner Kolumne im Turun Sanomat gedachte Hannu Salmi heute des Todestages eines ganz besonderen Menschen.
Keines Politikers, keines Architekten und auch keiner Rockgrösse.
Und dennoch eines Menschen, dessen bedeutendstes Produkt fast jeder Finne kennt und das seinen Platz in so gut wie jedem finnischen Haushalt hat.

Der Professor für Kulturgeschichte an der Universität Turku widmete seinen Beitrag Kari Mannerla, der im Juli 2006 76 jährig an Krebs verstarb.
Ihm verdanken die Finnen das Brettspiel, das wie kein anderes die Zeiten überdauert hat und dabei nie aus der Mode gekommen ist, das wie Sauna und Tangomarkt zur finnischen Kultur gehört: "Afrikan tähti" (Der Stern von Afrika).

Die Idee zu diesem Spiel hatte Kari Mannerla, inspiriert von Humphrey Bogart-Filmen, schon 1949, das Spiel erschien dann erstmals im Jahr 1951.
3,5 Millionen "Sterne von Afrika" wurden verkauft, die Hälfte davon ins Ausland.

Was macht den Reiz des Spieles aus und es so erfolgreich?
Die Spielidee versprüht einen Hauch von Abenteuer.
Ziel ist es, den "Stern von Afrika", den grössten Diamanten der Welt zu finden und ihn in Sicherheit zu bringen.
Mitspielen kann Jeder von 7 bis 77. Die Spielregeln sind einfach und eingängig.

Passt das Spiel noch in die heutige Zeit?
Hannu Salmi schreibt, dass Humorlose auf den Gedanken kommen könnten, es sei ein kolonialistisches Spiel, weil es darum ginge, Naturreichtümer Afrikas zu hamstern.
Ist es aber nicht eher so, dass das Spiel neben dem Spass und der Geselligkeit, die es bringt, das Interesse am Kontinent Afrika, an seinen Menschen, seinen Geheimnissen weckt?!

(28.07.3009, 23.20 Uhr)

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