- 14.2. Am Valentinstag ist Freundetag in Finnland - Unser Angebot für Finnland-Freunde- Orthodoxe hatten es nicht leicht
Finnland-News Juli 2009: 02.07.2009

Orthodoxe hatten es nicht leicht

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Orthodoxer Glauben in Finnland

Im Jahre 1939 gab es etwa 75.000 Menschen in Finnland, die der russisch-orthodoxen Kirche angehörten.
Zwei Drittel von ihnen wohnten in Karelien. Sie sind nach dem Krieg nach Nordkarelien, Nord-Savo und Kainuu umgesiedelt worden.

Beim karelischen Sommerfest in Kuopio am 14.6.09 wurde die Situation der Orthodoxen in Finnland vor und nach dem Krieg diskutiert.
Die Experten sind einer Meinung: sie hatten es schwer.
An ihren neuen Wohnorten mussten sie die Vorurteile der ansässigen Bevölkerung, also derjenigen die zur evangelisch-lutherischen Kirche gehörten, aushalten.
Hänseleien in der Schule war eines der kleinsten Probleme.

Interessant war es, den Erlebnissen der anwesenden Orthodoxen zu lauschen.
Wenn man zum Beispiel in den 50-iger Jahren in der Schule Karelisch sprach, musste man nachsitzen.
Die finnische Gesellschaft betrachtete alle Minderheiten mit Argwohn.
Offiziell sprach man von Einheit und Toleranz, aber die Wirklichkeit sah anders aus.
Obwohl viele Orthodoxe besser ausgebildet waren, als die lokale Bevölkerung, wurden sie regelrecht diskriminiert.
Viele haben es nicht ausgehalten und die Religion gewechselt.
Erst mit der Zeit verstand man, dass die neue Richtung die lokale Kultur bereicherte.

Finnland war nach dem zweiten Weltkrieg das einzige Land, das seine eigene Bevölkerung im eigenen Land unterbrachte, daher gab es keine Flüchtlinge.
Die Sitten und Bräuche der Karelier, die nach Finnland kamen, leben noch heute in den finnischen Traditionen.
Darum sollten die heutigen Finnen die Einwanderer aus anderen Ländern akzeptieren.
Diejenigen, die vor dem Krieg flüchten mussten sind meist Großmütter, Großväter, Mätter, Väter und Kinder, die Tragödien erleiden mussten, die sie selbst nicht verursacht haben.

(02.07.2009, 15.40 Uhr, Quelle der Information: Karjala-Lehti )

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