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In Finnland gibt man sich gern umweltbewusst und vor allem naturnah, ist doch die Natur der grösste Schatz des Landes.
Die EU sieht das in einer aktuellen Studie ein wenig anders und meint, Finnlands Naturschutz lasse zu wünschen übrig.
Kritisiert wird der mangelnde Schutz der Saimaa-Ringelrobben.
Auch die Situation des bedrohten Schmetterlings, Schwarzfleckiger Ameisen-Bläuling Glaucopsyche (Maculinea) arion sei wenig erfreulich.
Diverse Arten würden in Finnland sogar schlechter als anderswo in Europa geschützt werden.
So sei der Zustand von 86 Prozent finnischer Nadelhölzer unzureichend oder gar schlecht - der grösste Teil Finnlands gehört zur Nadelholzzone.
Finnland würde damit deutlich über dem europäischen Durchschnitt von 65 Prozent liegen.
Nach Meinung der EU sei in Finnland in den letzten Jahren vor allem der Zustand der Strände, Höhenrücken und Wiesen vernachlässigt worden.
Ganz so schlimm sei es um den Naturschutz in Finnland im Vergleich zu anderen Staaten in Europa dennoch nicht bestellt, schreibt der Helsingin Sanomat.
Während Finnland gewissenhaft die Daten gemeldet habe, seien die Angaben anderer Staaten unvollständig gewesen und so relativiere sich das Bild.
Die EU fand aber auch lobende Worte für Finnland.
Anderswo in Europa würden sich Frösche und Fische unwohl fühlen. In Finnland dagegen sei deren Zustand gut.
(22.07.2009, 22.15 Uhr)
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