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Finnland-News Juli 2009: 06.07.2009

Der Finne und sein Mökki

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Nähe zur Natur und zum Leben auf dem Land

Der Trend zum Mökki, Ferienhaus oder Sommerhaus, je nach dem wie man es nennen möchte, begann in Finnland bereits in den 1800 er Jahren.
Am Rande der grössten Städte entstanden ganze Villenviertel, die nur in den Sommermonaten und in der Freizeit genutzt wurden.
Allerdings konnten sich damals nur wenige, meist vermögende Städter, diesen Luxus leisten.
Anfang der 1900er Jahre gab es in Finnland etwas mehr als 1.000 Ferienhäuser und zum Zeitpunkt der Unabhängigkeit etwa 3.000.

Zwischen den Weltkriegen blühte Finnland wirtschaftlich auf, die Verkehrswege und Mittel verbesserten sich. Bei den Ferienhäusern setzte man zunehmend auf Einfachheit und Zweckmässigkeit.
Im Jahre 1940 gab es in Finnland ca 20.000 Mökkis.
Erst nach dem Krieg, in den 1950er Jahren, als sich die Urbanisierung beschleunigte und ein grosser Teil der auf dem Land Geborenen den Kontakt zum alten Lebensraum halten wollte, erfasste der Mökki-Trend die gesamte finnische Bevölkerung.
Ende 2006 gab es in Finnland ca eine halbe Million Ferienhäuser.

Die Hauptmotivation, ein Mökki zu haben, war und ist, mit der Natur und dem ländlichen Leben verbunden zu sein.
Allerdings begann in den 1960er Jahren das Streben nach mehr Komfort in den Ferienwohnungen. Diese wurden mehr und mehr zu einer Art Zweitwohnung.

Mökkis konzentrieren sich in der Regel in der Nähe der grossen Städte und in den gewässerreichsten Gebieten Südfinnlands.
Im ganzem Land gibt es inzwischen durchschnittlich 1,6 Ferienhäuser pro Quadratkilometer.
Am dichtesten ist das Netz an Ferienhäusern in Uusimaa mit durchschnittlich 4,7 pro Quadratkilometer.
Die meisten Mökkis gab es Ende 2006 in Varsinais-Suomi, Pirkanmaa und Etelä-Savo. Jeweils etwa 47.000.
Die Gemeinden mit den meisten Ferienhäusern sind Kuusamo, Mikkeli, Kuopio und Tammisaari.

In vielen finnische Orten verdoppelt sich die Einwohnerzahl in den Sommermonaten.
Die Nutzer der Ferienwohnungen sind wichtige Wirtschaftsfaktoren in den betreffenden Gemeinden.

(06.07.2009, 10.50 Uhr, Quelle: Statistisches Amt)

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