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Die Arbeitslosenzahlen in Finnland sind in den Monaten der Rezession geklettert.
Nach Angaben des Statistischen Amtes lag die Arbeitslosenquote in Finnland im Juni 2009 bei 9,1 Prozent und war damit 2,3 Prozent höher als vor einem Jahr.
62 Prozent der Finnen sieht die Schlangen auf dem Arbeitsamt künftig noch länger werden.
Was für eine Entwicklung, wenn man bedenkt, dass letztes Jahr um diese Zeit nur jeder dritte Finne Angst um seinen Arbeitsplatz hatte.
Ein Drittel, der in einer aktuellen Umfrage Interviewten meinte, dass die Gefahr selbst arbeitslos zu werden, in den letzten Monaten gestiegen ist.
Nur wenig gegenüber dem Vorjahr geändert haben sich, wie die Zahlen belegen, das Vertrauen in die Entwicklung der eigenen Finanzen und die allgemeine Meinung zur finnischen Wirtschaft.
Dennoch gibt es dabei grosse Unterschiede.
Selbständige geben sich optimistischer und glauben eher an bessere Zeiten.
Reija Lilja vom Forschungsinstitut für Lohnempfänger stellt gegenüber dem Helsingin Sanomat fest, dass die Preisentwicklung für Lohnempfänger günstig sei.
Die Kaufkraft sei um etwa 5 Prozent gestiegen, weil sich das Preisniveau generell gesenkt hätte und die Zinsen niedrig seien.
Jedoch würden Geringverdiener daraus wenig Nutzen ziehen, weil sie zum Beispiel keine Hypotheken haben würden.
Lilja wies im Blatt noch auf einen anderen interessanten Gesichtspunkt hin:
62 Prozent der befragten Bürger finden, dass gegenwärtig eine gute Zeit wäre, um in langlebige Konsumgüter, Reisen, Wohnung oder Auto zu investieren.
Da aber die Gefahr der Arbeitslosigkeit in der Luft liege, würden die Finnen genau überlegen, wofür sie ihr Geld ausgeben und nur sehr verhalten investieren.
(28.07.2009, 10.40 Uhr)
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