Finnland tut gut!   -  
Finnland-News Juli 2009: 20.07.2009

Sommerzeit - Partyzeit für Jugendliche

In den Nachrichten 2009 blättern
| vor | Nachrichten-Übersicht Juli 2009 | zurück |

Finland News nach Themenbereichen

| Finnland-News | Nachrichten-Archiv | Meist diskutierte Finnland-Artikel | Finnland-Kommentare | Finnland-Kurzmeldungen | Parlamentswahl 2011 | Finland-Presseschau | Klatsch aus Suomi |

| Arbeitsmarkt und Arbeitskampf | Armee und Landesverteidigung | Aussenpolitik | Bildung | Computer und Internet | Dies und Das | Energie | EU | Film | Finanzen | Gesundheit | Immobilien | Karelisches | Kinder und Jugend | Kirche | Klima | Kommunen | Kriminalität | Kunst | Kurioses | Land-und Forstwirtschaft | Management | Medien | Migration | Musik | Natur | Parlament | Politik | Polizei | Preise | Promi | Proteste | Recht | Society | Soziales | Sport | Steuerrecht | Strassenverkehr | Tabak | Tourismus | Umwelt | Verbraucher | Verkehrsmittel | Waffen | Wahlen | Wirtschaft und Industrie | Weihnachten |

Alkohol und Ferien

Die Projekte "Jetzt eingreifen" (Puutu nyt) von Helsinki und "Vantaa kümmert sich" (Vantaa välittää) erinnern, dass Sommerferien den Alkohol- und Drogenkonsum von Jugendlichen und die dadurch entstehenden Risiken vermehren.
Die Projekte sind ein Teil der Präventionsarbeit der Städte Helsinki und Vantaa.
Ziel ist es, den Konsum der Jugendlichen zu verringern.

Die Eltern sind im Urlaub, die Jugendlichen feiern zu Hause Feten.
Polizeikommissar Jarmo Ojala berichtet, dass die Heimpartys der Jugendlichen die Polizei auf Trab halten.
Zu Mittsommer musste die Polizei bei 200 Fällen eingreifen.
Oberkommissar Pentti Tarvonen legt den Eltern nahe, ihre Heranwachsenden zu überwachen, deren Alkoholkonsum zu beschränken sowie einen Erwachsenen mit der Auficht über die Jugendlichen zu beauftragen, wenn sie selbst nicht anwesend sind.

Eine im März 2009 in Vantaa durchgeführte Befragung ergab, dass fast jeder dritter Schüler der Oberstufe (6.-9. Klasse) schon betrunken war.
18 Prozent von ihnen berichtete, ein Motorfahrzeug betrunken gefahren zu haben und 26 Prozent sass als Mitfahrer dabei.

Das Betrinken in Gesellschaft wird von den Jugendlichen im Freundeskreis als Statusfrage betrachtet.
Es wird getrunken, weil die anderen auch trinken.
Schlimm, dass Alkohol auch als "Medizin" bei Problemen und eigener Unsicherheit getrunken wird.

Manche Jugendliche äusserten den Wunsch, dass die Erwachsenen strenger beim Trinken eingreifen, dass sie Vorbildfunktion zeigen und für die Jugendlichen da seien.
Bei der Befragung machte besonders die gleichgültige Einstellung der Eltern zum Alkohol- und Zigarettenkonsum der Jugendlichen betroffen.
Es wurde auch festgestellt, dass je mehr Geld der Jugendliche zur Verfügung hat, umso mehr trinkt oder raucht er.
Wenn Jugendliche früh zu rauchen beginnen, ist das Risiko, dass sie Drogen ausprobieren, auch höher.

(20.07.2009, 14.00 Uhr, Quellen: Iltalehti, Lapin Kansa, Vantaa.fi, MTV3, Alli.fi)

Ihr Kommentar zum Artikel.
Wir freuen uns über Ihr Feedback.