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Zu Erkenntnissen, die Finnland in keinem guten Licht erscheinen lassen, führte eine EU-Untersuchung der Situation von Minderheiten in Mitgliedsstaaten, deren Ergebnisse unlängst veröffentlicht wurden.
In Finnland lebende Somalis sind stärker rassistischen Drohungen, Belästigungen und auch Gewalt ausgesetzt, als irgendeine andere Minderheit in Europa.
Bei der Befragung von 100 Somalis, wurden 74 Fälle von diesbezüglich negativen Erfahrungen bekannt.
Sie führen damit die traurige Statistik deutlich vor den Nordafrikanern in Italien (44 von 100), den Romas in Tschechien (42 von 100) und den Somalis in Dänemark (40 von 100) an.
Die Zahlen würden aber nicht bedeuten, dass sich rassistische Angriffe gegen die gesamte somalische Bevölkerung in Finnland richten.
Vielmehr sei eine bestimmte Gruppe von Bürgern somalischer Herkunft besonders betroffen, wie der zuständige Abteilungsleiter der EU-Behörde, Jo Goodey, erläuterte.
In der Umfrage haben ihm zufolge mehrere Befragte angegeben, dass sie sogar über 10 mal innerhalb eines Jahres betroffen waren.
Die grosse Zahl der Fälle in Finnland könne mit dem Alter der Einwanderer - 16-24 Jährige werden in Europa am häufigsten Opfer rassistischer Gewalt - und ihrer Konzentration auf bestimmte Gebiete zusammenhängen.
Die genauen Ursachen müsse Finnland jedoch selbst finden.
Bereits im Frühjahr 2009 hatte die EU einen Bericht veröffentlicht, aus dem hervorging, dass jeder dritte Somali im Hauptstadtgebiet, bereits einmal Opfer eines rassistischen Übergriffes geworden sei.
Quelle:
(20.01.2010, 0.30 Uhr)
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