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In Finnland gilt offenbar seit Jahren ein Einreiseverbot für einen hohen estnischen Regierungsbeamten.
Das jedenfalls behauptet Matti Simola, stellvertretender Direktor der finnischen Schutzpolizei "Suojelupoliisi (Supo)".
Wie Simola in seinem Buch "Ratakatu 12" über die Aktivitäten der Supo im Zeitraum 1949-2009 berichtet, wurde das Verbot im Februar 1990 auf Empfehlung des damaligen Premierministers Edgar Savisaar verhängt und bis heute nicht aufgehoben.
Der Betreffende sei ein "KGB-Gehilfe und aktiver Brecher von Exportverboten" gewesen, schreibt Simola, ohne allerdings einen Namen oder eine genaue Position zu nennen.
Savisaar gilt als eine der schillerndsten Figuren in der estnischen Politik und Öffentlichkeit.
Von April 1990 bis Januar 1992 war er Regierungschef des Landes und bekleidete in der Folgezeit eine Vielzahl von politischen Ämtern, derzeit ist er Oberbürgermeister von Tallinn und Chef der Zentrumspartei.
Die Meldung aus Finnland hat indes in Estland bereits für ein lebhaftes Echo gesorgt, Savisaar wollte bislang keinen Kommentar abgeben.
Quellen:
(19.01.2010, 22.30 Uhr)
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