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Aktuelle Meldungen aus Finnland: 10.12.2009

Finnischer Zoll gibt konfiszierten Alkohol frei

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Entwicklung im finnischen Prozess um Alkoholhandel im Internet

Das finnische Zollamt muss von der Firma viinikauppa.com konfizierten Alkohol zurückgeben.

Der finnische Zoll muss rund 120.000 Liter Bier und Wein zurückgeben, die zum Teil bereits 2004 beschlagnahmt wurden und seither einlagern.
Das teilte das Amtsgericht Helsinki mit.

Es handelt sich dabei um Getränke, die mehr als 800 Finnen in gutem Glauben beim Unternehmen viinikauppa.com im Internet bestellt haben, die dann aber von den Behörden im Rahmen einer Überprüfung des Online-Alkoholhandels konfisziert wurden.

"Wo der Alkohol genau aufbewahrt wird, ist unklar und wir wissen nicht, ob der Inhalt der Flaschen und Dosen überhaupt noch geniessbar ist - das hängt von den Umständen der Lagerung ab", sagte viinikaupa.com-Geschäftsführer Kari Sjöblom.

Zollinspektor Rauno Nissilä erklärte, die Waren seien auf insgesamt fünf Lager in Finnland verteilt und auch sonst sei das Urteil des Gerichts nicht leicht umzusetzen.
"Ein wesentlicher Teil der Ladung ist in grosse Kisten ohne Adressen der Besteller verpackt. Wer seine Bestellung abholen will, muss die Dokumente mitbringen, aus denen hervorgeht, dass er bezahlt hat und was er bestellt hat", sagte Nissilä, kündigte aber an, dass der Zoll eine Erstattung des Kaufpreises plane.

Der Prozess gegen viinikauppa.com sorgt seit Längerem für Schlagzeilen in Finnland.
Sollte Privatpersonen der Kauf von billigerem Alkohol über das Internet gestattet werden, würde dies de facto eine Aufhebung des Monopols für die staatliche "Alko" bedeuten.
Mit einem Urteil wird im kommenden Februar gerechnet.

Quellen:

(10.12.2009, 14.45 Uhr)

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