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Über die finnische Kapellmeisterin Susanna Mälkki, die heute bei den Helsinkier Festspielen mit dem vom französischen Ministerium für Kultur finanzierten Orchesterensemble Intercontemporain gastiert, gibt es eine interessante Episode zu erzählen.
Im Jahre 2007 bekam die international bekannte Cellistin und Dirigentin von der Redakteurin der finnischen Zeitschrift Suomen Kuvalehti eine eigenartige Aufgabe: sie sollte einen Laien in die moderne klassische Musik einweisen.
Wie sie das gemacht hat?
Zunächst gab sie ihm Musik für zwei Stunden mit: Marc-André Dalbavie, Magnus Lindberg, Ivan Fedele, György Ligeti.
Dann befahl sie: "Leg Dich auf den Boden und lass es fliessen. Erwarte nichts. Es gibt keine falschen Assoziationen! Höre nicht zu viel von der Musik auf einmal. Überfordere Dich nicht selbst."
Nach Meinung der im Dezember 2005 mit dem Suomi-Preis geehrten Künstlerin, ist es nicht nötig, Musik so zu hören und zu verstehen, wie es Experten tun.
Man müsse auch nicht über sie sprechen.
"Ein Weiser hat einmal gesagt, wenn man Musik sprechen könnte, bräuchte man sie nicht. Es gibt so viele Dinge, die sich nicht in Worte fassen lassen."
Susanna Mälkki gewann 1994 den Cellowettbewerb, arbeitete danach in Göteborg und studierte weiter in Helsinki. Sie erwarb sich Ansehen als Dirigentin der nordischen Uraufführung der Oper Powder Her Face von Thomas Adès. Der Komponist lud sie daraufhin ein, seine Werke in London zu dirigieren.
Mälkki arbeitete auch als musikalische Direktorin in Stavanger.
Seit 2006 leitet sie das Ensemble Intercontemporain, das moderne klassische Musik aufführt.
Zu den Konzerten in Helsinki sagte Susanna Mälkki im finnischen Fernsehen: "In Helsinki wird Musik geboten, die Ohren und Augen öffnen wird".
In der Finlandia-Halle erklingen Werke von Pierre Boulez, B. Mantovani, Y. Robin und L. Francesconi.
(14.08.2009, 01.20 Uhr, Quellen: Suomenkuvalehti 1, 2, ensembleinter.com)
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