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Am 2.8.2009 brachte Finnland on Line in den aktuellen Kurzmachrichten u.a. folgende Meldung: Kinder aus multikulturellen Familien bekommen in Finnland, besonders wenn sie anderer Hautfarbe sind, nicht selten Diskriminierung und Rassismus zu spüren. Auch wenn sie in Suomi geboren sind und die Zahl der gemischten Ehen weiter zunimmt, meldet YLE.
Und Kinder machen Erfahrung mit Rassismus auch in finnischen Schulen.
Neben wenigen traurigen realen Fällen von Rassismus, gibt es auch viele von vermeintlichem Rassismus.
So nehmen Einwandererkinder manche Verhaltensweisen von Lehrern als rassistisch wahr, obwohl sie nicht wirklich rassistisch gemeint sind.
Wissenschaftlerin Anna Rastas von der Universität Tampere, die selbst seit Jahren Lehrer ausbildet, meint, dass das grösste Problem sei, dass manche Lehrer noch nicht intensiv über das Thema Rassismus nachgedacht haben und deshalb nicht einmal bemerken, dass einige ihrer verwendeten Worte und Redewendungen als rassistisch oder gar als Beschimpfungen ausgelegt werden können.
Ist es also nur vielleicht entschuldbare Gedankenlosigkeit, wenn Lehrer rassistisch gefärbte Vokabeln nutzen, ist es ihre mangelnde Erfahrung im Umgang mit Ausländern, sind es ihre mangelnden Kenntnisse über fremde Kulturen, Sitten und Bräuche oder ihr zu wenig entwickeltes Einfühlungsvermögen?
Immerhin steht die Zahl der Ausländer in Finnland, wenn auch steigend, noch immer in keinem Verhältnis zum Ausländeranteil in anderen europäischen Staaten.
In der Schule erlebte Demütigungen und auch vermeintliche rassistische Angriffe wirken lange im Leben der jungen Menschen nach.
Sie fühlen sich nicht anerkannt, ausgegrenzt, nicht willkommen.
Den Lehrern kommt eine hohe Verantwortung und Vorbildwirkung bei der Erziehung der jungen Generation zu und diese wird immer multikultureller werden.
Darauf sollte man sich in Finnland auch in der Lehrerausbildung und Qualifizierung besser einstellen als bisher.
(28.08.2009, 22.50 Uhr, Quelle: YLE)
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