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Die deutsche Lebensmitteldiscount-Kette Lidl hat sich vor sieben Jahren aufgemacht, im hohen Norden den finnischen Markt zu erobern.
Lidl hat in den ersten Jahren sein Netz an Verkaufsstellen in rasantem Tempo über das ganze land gestreut.
Heute verfügt das Unternehmen in Finnland über 130 Filialen und ist inzwischen für viele Finnen gut erreichbar.
Weil aber 5,3 Millionen Finnen nicht unbegrenzt Lebensmittel einkaufen können, sieht sich der Konzern an eine Grenze gekommen und will zukünftig nur noch 2 bis 5 neue Geschäfte pro Jahr eröffnen.
Wie Antti Tootola, von Anfang an Geschäftsführer der finnischen Tochtergesellschaft, dem Kymen Sanomat sagte, habe man auch von dem Plan, in die baltischen Länder zu expandieren, Abstand genommen und die für die dort vorgesehenen Geschäfte reservierten Grundstücke verkauft.
Der Konzern musste erkennen, dass der finnische Markt und der finnische Verbraucher ein anderer ist.
Finnen sind zum Beispiel stark auf einheimische Produkte orientiert, kaufen gern mit Bankkarte und sind lange Packtische hinter den Kassen gewöhnt.
Lidl hat mit den Jahren gelernt, sich den finnischen Verhältnissen anzupassen und wie Tiitola sagt, haben die Finnen zumindest gelernt, ihre Getränke bei Lidl zu kaufen.
Lidl hat die anfängliche Warenpalette von etwa 800 Produkten in seinen Verkaufsstellen in Finnland nahezu verdoppelt und hat heute einen Anteil von etwa fünf Prozent am finnischen Einzelhandel.
Die Hoffnung vieler Büger, dass die Marktteilnahme von Lidl zur Absenkung des Niveaus der Lebensmittelpreise generell in Finnland führen würde, hat sich nicht erfüllt.
(11.08.2009, 14.15 Uhr)
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