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Nach von Maito ja Terveys ry. (Verein für Milch und Gesundheit e.V.) veröffentlichten Zahlen, leiden etwa 17 Prozent, und damit ein grosser Teil aller Finnen, unter Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit).
Da die Milch in Finnland anders als in anderen Ländern behandelt wird, steht die Frage im Raum, ob zwischen der Behandlung der Milch und der Unverträglichkeit ein Zusammenhang besteht.
Warum können Finnen, die unter Laktoseintoleranz leiden, im Ausland ohne Bedenken Milchprodukte konsumieren?
Die Tageszeitung Aamulehti hat dazu den Forschungsdirektor des Verband der finnischen Michproduzenten Valio interviewed. Es ist jedoch keine Erklärung gefunden werden.
Nora Varkila, eine Schülerin aus Espoo, hat in einer Studie eine interessante Entdeckung gemacht.
Sie hat herausgefunden, dass die "Fettklumpen" in der finnischen Milch grösser sind als in der Milch in anderen Ländern.
Milch wird vor dem Verkauf homogenisiert. Das heisst, dass die Milch so behandelt wird, dass sich das Fett gleichmässig in der Milch verteilt.
In Finnland wird die Milch pasteurisiert, in anderen Ländern hauptsächlich ultrahocherhitzt.
Beim Pasteurisieren wird die Milch für 15 Sekunden auf 72 Grad erhitzt, beim Ultrahocherhitzen in für einige Sekunden auf 140 Grad.
Ultraerhitzte Milch hält länger frisch.
Das Pasteurisieren hat in Finnland Tradition.
Die Finnen mögen den leicht süsslichen Geschmack der Milch nicht, der durch Ultrahocherhitzung entsteht.
Immer mehr finnische Verbraucher wählen jedoch inzwischen laktosefreie Produkte.
Ihr Verkauf wächst um etwa zehn Prozent im Jahr, obwohl sie viel teurer als normale Milchprodukte sind.
(14.08.2009, 10.30 Uhr, Quelle: Suomen Kuvalehti)
(1) Überhaupt stellt sich doch die Frage, warum erwachsene Menschen überhaupt die Muttermilch einer anderen Spezies trinken sollten.
Weltweit liegt der Prozentsatz der laktoseintoleranten Menschen übrigens bei etwa 85.
Martin, 14.08.2009, 21.43 Uhr
(2) Martin, also das mit den 85 Prozent kann ich mir nicht vorstellen. Und ich habe sowohl in Deutschland als auch in Finnland einen grossen Bekanntenkreis. Aber nur in Finnland sind darunter mehrere mit Laktoseintoleranz.
Ecki, 15.08.2009, 17.49 Uhr
(3) Beim Thema Milch und Laktoseintoleranz wird der wichtigste Aspekt meist vergessen: die Tierrechte.
Menschen und Tiere geben von Natur aus nur dann Milch, wenn sie schwanger sind und ein Kind geboren wird. Kuhmilch ist also ausschliesslich die Muttermilch für Kälber.
Kein Säugetier trinkt die Muttermilch einer anderen Art. Kein Hund trinkt Katzenmilch, keine Kuh trinkt Menschenmilch. Kuhmilch ist für den Menschen artfremd. Sie ist ernährungsphysiologisch nicht für ihn geeignet.
Artfremde Milch macht den Menschen krank. Sie führt zu Störungen in der Verdauung. Sie steht in Zusammenhang mit vielen Krankheiten, darunter auch Osteoporose, Fettleibigkeit, Herzerkrankungen, Allergien und Krebs.
Milchkonsum bedeutet Tierleid: Die sogenannten Milchkühe werden lebenslang künstlich befruchtet und schwanger gehalten, damit sie jeden Tag ihres Lebens Milch geben, 10 mal mehr als unter natürlichen Umständen. Ihre Kälber werden ihnen entrissen, die weiblichen ebenso als Milchmaschinen missbraucht, die männlichen zur Fleischproduktion getötet.
Nach wenigen Jahren voller Schmerzen und Ausbeutung sind die Kuhmütter erschöpft und krank, sie haben ausgedient und werden geschlachtet.
Dabei ist es so einfach, Milchprodukte aus der Ernährung zu streichen und tierfreundlich zu essen. Milchfreie Rezepte und Infos unter www.peta.de
Lars Hollerbach / PETA Deutschland e.V., 17.08.2009, 10.08 Uhr
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