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Eigentlich haben die finnischen Bauern Grund zur Freude.
Das Wetter im Sommer war günstig und im Herbst kann vermutlich eine Rekordernte eingefahren werden.
Wenn da der dicke Wermutstropfen der Preise von Getreide auf dem Markt nicht wäre.
Bei Futtergerste liegt er in diesem Jahr bei 80 bis 85 Eur pro Tonne.
Im letzten Jahr war er doppelt so hoch.
Wie kommen die niedrigen Preise zu Stande?
In ganz Europa sind die Lager noch aus dem letzten Jahr gefüllt. Die weltweite wirtschaftliche Rezession hat die Nachfrage nach Futtergetreide gedrosselt.
Auch wenn Finnland in der EU nur ein kleines landwirtschaftliches Land ist, lagern hier ein Drittel der Getreidevorräte der Union.
Experten raten den Bauern, ihr Getreide so lange zu lagern bis sich die Preise wieder erholen.
Das Problem sind aber vielfach fehlende Lagermöglichkeiten.
Im Maaseudun Tulevaisuus gab der Agrarsachverständige Max Schulman den Rat, auch eigene Maschinenhallen oder gemietete Lagerräume als Kurzzeitlager für Getreide zu verwenden.
Zudem sollten die Bauern versuchen, Futtergetreide direkt an die landwirtschaftlichen Betriebe zu verkaufen, die es benötigen.
Die Rentabilitätskrise in der finnischen Landwirtschaft ist augenscheinlich.
Erst waren nur die Milcherzeuger betroffen, jetzt sind es auch die Getreide anbauenden Unternehmen.
Der geringe Preis des Futtergetreides bringt zwar Erleichterungen für die Milchbetriebe mit sich.
Der Landwirtschaft als Wirtschaftszweig ist er allerdings weniger dienlich.
(30.08.2009, 21.20 Uhr, Quelle: Karjalainen)
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