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Die Schule ist kein rechtsfreier Raum. Auch hier gelten Normen und Regeln, an die sich alle Seiten zu halten haben.
Während Eltern nicht zimperlich sind, wenn es darum geht, sich gegen die Behandlung ihrer Sprösslinge in der Schule zur Wehr zu setzen, sind die Möglichkeiten der Lehrer sich Fehlverhalten von Schülern zu erwehren, eher eingeschränkt.
Eine Umfrage des MTV3 Programm "45 minuuttia" unter Oberstufenlehrern ergab, dass Dreiviertel der Befragten, täglich durch Schüler im Unterricht gestört werden.
Wie lassen sich diese Disziplinlosigkeiten begrenzen und müssen sich Lehrer Beleidigungen und Diskreditierungen durch die Jugendlichen gefallen lassen?
Zwei interessante Fälle, die sich in diesem Jahr in Nordkarelien ereigneten, beweisen, auch ein Lehrer ist seinen Schülern nicht hilflos ausgeliefert.
Vielleicht vermögen diese Entscheidungen das Sicherheitsgefühl der Lehrer an finnischen Schulen zu stärken und gleichzeitig ein Warnsignal für auffällige Jugendliche zu sein.
Im Februar wurde ein 16 jähriger Schüler zu einer Geldstrafe von 36 Euro verurteilt, weil er einen Lehrer wegen Belanglosigkeiten in der Pause angeschrien und sich über dessen Erscheinungsbild lustig gemacht hatte. Der Lehrer erstattete Anzeige.
Sicher die Strafe ist klein ausgefallen, dass aber Verbalattacken gegen Lehrer nicht geduldet werden, dürfte sie dem Jungen deutlich aufgezeigt haben.
Ein anderer Fall ist bis zum Berufungsgericht gegangen und für den ebenfalls 16 jährigen Schüler bzw. seine Eltern richtig teuer geworden. Einschliesslich Gerichtsgebühren und Prozesskosten kamen 4.500 Euro zusammen.
Der Jugendliche hatte auf YouTube ein den Lehrer beleidigendes Video hochgeladen.
Kein Bürger muss sich an seinem Arbeitsplatz in seiner Ehre verletzen oder diffamieren lassen.
Auch kein Lehrer!
Und wenn Schüler ihre Grenzen nicht kennen und auch ihre Eltern es nicht schaffen, sie in die richtigen Bahnen zu lenken, dann müssen sie auch dort mal getroffen werden, wo es einem Jugendlichen wehtut: Am Portemonnaie.
Quellen der Information:
(06.04.2010, 17.00 Uhr)
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