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Die OECD hat im "Economic Survey Finland 2010" auf die gewachsenen Einkommensunterschiede nach der Krise Anfang der 1990er Jahre in Suomi hingewiesen.
Nach Ansicht von Heikki A. Loikkanen, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Helsinki, werden diese Einkommensunterschiede auch weiter bestehen und sich nicht auf das Niveau in den 1980er Jahren rückführen lassen.
Aus den vom Sttistischen Amt Finnlands veröffentlichten Zahlen geht hervor, dass die realen Jahreseinkommen des Zehntels der Bevölkerung mit dem kleinsten Einkommen in den Jahren 1995 - 2003 um sechs Prozent gewachsen sind, während gleichzeitig die Einkommen des höchstverdienenden Zehntels um 30 Prozent stiegen.
Im Gebiet der finnischen Hauptstadt, wo die Zahl der Einkommensbezieher am grössten ist, sind die Einkommensunterschiede in den letzten Jahren besonders stark angewachsen.
So hat in Uusimaa im Jahr 2008 das bestverdienende Zehntel der Bürger 2,62 Mal mehr verdient als das Zehntel der Bezieher der niedrigsten Einkommen.
In Nordkarelien betrug diese Lücke im Vergleichszeitraum nur 2,01.
Deutliche Einkommensunterschiede zeichnen sich in Finnland auch zwischen Männern und Frauen ab.
Wie gross diese sind beziehungsweise sich anfühlen, wollte Finnlands grösste Tageszeitung Helsingin Sanomat genau wissen und befragte die Mitglieder ihres Beirates, eines Gremiums von über hundert einflussreichen Finnen aus den Bereichen Kunst, Wissenschaft und Medien, nach dem Wahrheitsgehalt des Mythos, dass
der Euro einer Frau nur 80 Cent wert sei.
Das sei kei Mythos, sondern Realität meinten 56 Prozent der Mitglieder des Beirates während 30 Prozent diesem wiedersprechen.
So erklärte Semantikerin Vaula Norrena, sich auf Marktuntersuchungen stützend, dass Jungen bereits als Kinder mehr Taschengeld bekommen und als Erwachsene mehr Gehalt.
"Erst eine akademisch ausgebildete Frau erreicht das Gehaltsniveau eines Mannes, der die Berufsschule absolviert hat."
Auch wenn es natürlich Unterschiede auch zwischen den Einkommen der Frauen gibt, gelte "Der Euro einer Frau sind 80 Cent wert, der einer Künstlerin 40 Cent und der einer Immigrantin 20 Cent", sagte Annamari Vänskä, die sich mit visueller Kultur befasst.
Die Redakteurin Iivi Anna Masso stellte die Frage: "Warum eigentlich ist die Arbeit eines Hafenarbeiters oder Papierfabrikarbeiters so viel wichtiger als die einer Krankenschwester oder Lehrerin?"
Das Vorhandensein von Einkommensunterschieden zwischen Männern und Frauen in Finnland wird auch durch statistische Angaben belegt.
Deshalb gehört es zu den erklärten Zielen der finnischen Regierung, das Lohngefälle zwischen den Geschlechtern einzudämmen.
Quellen der Faktenangaben:
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(17.04.2009, 11.15 Uhr)
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