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Wer das erste Mal in einem Supermarkt in Finnland einkauft, stellt nicht nur Unterschiede im Angebot zum Laden daheim um die Ecke fest, sondern wundert sich darüber, dass finnische Produkte in den Regalen teurer sind als von weither importierte.
Wenn in der Gemüseabteilung zum Beispiel Gurken aus italienischer Ernte einen Kilopreis von 2,70 Euro haben, Gurken aus finnischem Anbau zu 3,50 Euro pro Kilo angeboten werden, zu welchen Gurken greifen die Finnen bei gleicher Qualität?
Als Fremder beobachtet man es und staunt. Die meisten Käufer, sonst preisbeisbewusst wie andere Europäer, wählen die einheimischen.
In einem ihrer Leitartikel befürchtet die ostfinnische Tageszeitung Karjalainen am 09.04.2009 nun, dass die Bereitschaft, mehr für finnische Produkte zu zahlen als für eingeführte, schwinden könne.
Schliesslich gab und gibt es den Salmonellenskandal und er bringe immer mehr traurige Wahrheiten ans Licht.
Wie ein Geschenk des Himmels seien da die in aus Schweden Lebensmitteln gefundenen Glassplitter. Sie würden vom eigentlichen Problem ablenken.
Die Finnen würden sich bei einheimischen Produkten in trügerischer Sicherheit wiegen. Nach und nach sickere durch, dass die Salmonellenprobleme im Futtermittelwerk Raisio seit Jahren bestehen und wenig mit importierten Produkten zu tun hätten.
Es sei höchste Zeit, die Sicherheit der finnischen Lebensmittel auch auf höchster Ebene ernster zu nehmen, ehe die Finnen ihr Grundvertrauen verlieren und ihr Kaufverhalten ändern würden.
(10.04.2009)
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