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Helsinki hat ein Hasenproblem und das hat mit Ostern nichts zu tun.
Man weiss nicht mehr genau, wann es begann und wer der Schuldige ist, aber irgendwann einmal Anfang der 1990er Jahre wurden in Helsinki immer mehr Kaninchen in den Gärten und Parks beobachtet.
Dabei handelt es sich nicht um Feldhasen, die ein normaler Bestandteil der Natur auch in Helsinki sind, sondern um Kaninchen, die in die freie Wildbahn ausgesetzt wurden. Und diese haben sich in den letzten Jahren stark vermehrt, wie die Kaninchen eben.
Das klingt an sich nicht sonderlich problematisch, aber wenn weiss, dass diese süssen Tierchen Schäden von über 100.000 Euro durch das Anknabbern von Bepflanzungen in den Parks von Helsinki verursachen, dann werden die Kaninchen zu einem wirklichen Problem. Es wurde gezählt, dass es in Helsinki inzwischen ca. 7.000 City-Kaninchen gibt, die verwilderten Nachfahren von einst zahmen Haustieren.
Und wie immer wenn Tiere in die freie Wildbahn gesetzt werden, die dort nicht hingehören, so fehlen auch hier den Karnickeln die natürlichen Feinde, die ihren Bestand auf einer annähernd gleichgrossen Zahl halten würde.
Das Kaninchenproblem hat sich schon über Helsinkis Grenzen hinaus in Gebiete von Vantaa ausgebreitet.
Nun versucht man, den Kaninchen mit Hilfe von Jägern Herr zu werden. Die Jäger schiessen die Kaninchen in von der Polizei freigegebenen Gebieten und versuchen so die Zahl dieser Nager einzudämmen und ihre weitere Verbreitung zu verhindern.
Als zum 1. April die Zeitung Helsingin Uutiset sich einen Aprlischerz erlaubte, in dem sie berichtete, dass den Kaninchen nun Geschlechtskrankheiten der Menschen übertragen würden um diese so zu töten, waren die Leser sehr aufgebracht.
Nicht alle verstanden den Scherz, denn trotz der emensen Schäden, die Einwohner von Helsinki mögen die süssen Tierchen.
(13.04.2009)
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