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Der typische finnische Dopingnutzer ist nicht Spitzensportler, sondern normaler Sport-Enthusiast, der möchte, dass das Training im Fitnesstudio schneller beim Muskelaufbau Wirkung zeigt.
Eine ein paar Monate dauernde Kur mit anabolen Steroiden ersetzt mehrere Jahre intensives Training.
Das finnische Bildungsministerium hat das Dopingverhalten von Freizeitsportlern untersucht und geht davon aus, dass ca 2 Prozent der finnischen Männer bereits Doping probiert haben. Das heisst über 50.000 Finnen.
Ein ernstes Problem.
Wie die Zeitung Karjalainen schreibt, beabsichtigt das Ministerium, einen Service anzubieten, an den sich Dopingnutzer anonym wenden und von dort professionelle Hilfe erhalten können.
In anderen nordischen Ländern gibt es einen derartigen Service bereits, in Schweden z.B. seit 15 Jahren und jährlich werden dort bis zu 3.000 Anfragen bearbeitet.
Dopingkonsum und Besitz sind nach finnischem Gesetz nicht strafbar.
Der finnische Minister für Kultur und Sport Stefan Wallin hält nicht viel davon, Dopinggebrauch zu kriminalisieren, man könne ihn schlecht kontrollieren.
Er setzt eher auf dopingfreie Fitnessstudios nach dänischem Vorbild, wo bei Freizeitsportlern Dopingtests durchgeführt werden.
05.04.2009
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