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Bei seinem Staatsbesuch am Montag und Dienstag in Finnland wird der russische Präsident Dmitri Medwedew nicht nur von der finnischen Präsidentin Tarja Halonen empfangen, sondern auch von Demonstranten, die ihn auffordern wollen, die karelischen Gebiete, die vor dem zweiten Weltkrieg zu Finnland gehörten, wieder an Finnland zurückzugeben.
Der Verein Aluepalautus ry:n Karjala-takaisin verlangt von Medwedew, dass Russland die Staatsgrenzen von 1939 wieder herstellt.
Viele Finnen, die ihre Heimat damals verlassen mussten und in die westlichen Teile von Finnland geflohen sind, wollen dass ihnen das zurückgegeben wird, was ihnen einmal genommen wurde.
Aber der Wunsch nach Rückgabe der karelischen Gebieten wird nicht von allen Finnen uneingeschränkt unterstützt.
In den alten Dörfern leben kaum noch Finnen oder deren Nachfahren, sondern in diese Gebiete wurden Menschen aus Sibirien und anderen Teilen Russlands umgesiedelt.
Ausserdem ist die Infrastruktur dieser Gegenden weit entfernt vom finnischen Standard.
So sind viele Finnen der Ansicht, dass durch eine Rückgabe der Gebiet massive finanzielle Probleme auf Finnland zukommen würden.
Andere meinen, dass es eher die Erinnerungen sind, die in diesen karelischen Gebieten geblieben sind, dass sie aber mit der Realtität nichts mehr zu tun haben.
Da in Finnland Meinungsfreiheit besteht, wurde die Aktion genehmigt und die Demonstranten erhalten die Möglichkeit, ihre Auffassungen am Montag gegenüber dem Präsidentenpalast kundzutun.
(18.04.2009)
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