Lappeenranta


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(schwedisch: Villmanstrand)

Die Stadt mit über 57.000 Einwohnern, die früher einmal Lapvesi hieß, war im Mittelalter Ostfinnlands wichtigstes Marktzentrum. Sie war auf einer Halbinsel zwischen zwei Saimaa-Buchten entstanden.

An einem Markttag sollen ca 30.000 Fässer Teer verkauft worden sein.

Der Marktplatz, der 1649 Stadtrechte bekam, unterstand der Stadt Wiburg. Weil auf dem von Königin Kristina anläßlich der Stadtgründung verliehenen Wappen wilde Waldbewohner abgebildet waren, erhielt der Ort den neuen Namen "Villmanstrand" (Lappeenranta).

Zwischen Wiburg und Lappeenranta kam es immer wieder zu Streitigkeiten und in einem offenen Brief wurden dann 1683 Lappeenranta die Stadtrechte wieder aberkannt.

Der Ort war Garnisions-und Festungsstadt an der Ostgrenze von Schweden-Finnland.

Nach dem großen nordischen Krieg, Lappeenranta war von den Russen schwer zerstört worden, unterstand der Ort bis 1784 Hamina.

Im 19. Jahrhundert war Lappeenranta ein beliebter Kurort des russischen Adels. Anfang des 20. Jahrhunderts überstieg die Einwohnerzahl die 2.000 er Grenze und entwickelte sich dann rasant.

Die Lappee-Kirche ist das einzig erhaltene Beispiel für früher weitverbreitete hölzerne Doppelkreuzkirchen in Finnland. Die historische Festung ist die wesentlichste Sehenswürdigkeit des Ortes.

In Lappeenranta beginnt der Saimaa-Kanal, der zum Finnischen Meerbusen und nach Wiburg führt.

Die Stadt hat eine Universität und einen eigenen Flugplatz.

97,7 % der Einwohner sind finnischsprachig, 0,2 % schwedischsprachig, 2,1 % haben eine andere Muttersprache.

12,6 % der über 15 Jährigen haben einen Uni-oder vergleichbaren Abschluß.

Die Fläche der Stadt, die als Tor nach Südkarelien und Rußland gilt, beträgt 760 km2.

Seit 1981 ist Schwäbisch Hall deutsche Partnerstadt.