(Inkerisuomalaiset)
Ursprünglich wurde das Ingermanland, das heute zu Rußland gehört von finn-ugrischen Voten und Ingriern bewohnt.
Nach dem Frieden von Stolbova siedelten Finnen aus Savo (Savakko) und aus äyräpää (äyrämoiset) dorthin über.
Im Ingermanland entfaltete sich ein reges kulturelles Leben. So gab es in der Zarenzeit dort finnischsprachige Zeitungen und Feste.
Im Jahr 1928 begann die Sowjetunion mit der Deportation ganzer Familien.
Sie wurden zur Zwangsarbeit in Bergwerken auf der Halbinsel Kola, nach Turkestan bis hin nach Sibirien verbracht.
1943, während des 2. Weltkrieges wurden etwa 65.000 Ingermanland-Finnen nach Finnland zwangsausgesiedelt.
Als dann Finnland und Rußland am 19.9.1944 Waffenstillstand schlossen, wurden die meisten Ingermanland-Finnen in die Sowjetunion mit dem Versprechen zurückgeholt, sie könnten nach Ingermanland zurückkehren.
Dieses Versprechen wurde jedoch nicht gehalten. Die Menschen wurden auf die ganze Sowjetunion verteilt. Erst im Jahr 1956 durften sie nach Ingermanland zurückkehren.