
Seit den 90er Jahren läßt sich die Tendenz erkennen, das sich auch länger ohne Trauschein zusammenlebende Paare nach der Geburt des ersten Kindes meist kirchlich trauen lassen.
Am beliebtesten für diesen gemeinsamen Schritt sind die Mittsommertage.
Die Braut trägt meist ein helles Kleid, der Bräutigam einen bedeckten Anzug.
Als Brautjungfer hilft eine ledige Freundin der Braut ihr bei den Hochzeitsvorbereitungen.
Nach alter Tradition soll sie mit etwas Altem, etwas Geliehenem, etwas Neuem und etwas Blauem geschmückt sein.
Den Brautstrauß besorgt und bezahlt der Bräutigam.
Während der Hochzeitszeremonie steckt er seiner Braut den Ehering neben den Verlobungsring an den linken Ringfinger. Er selbst trägt den Verlobungsring auch als Ehering.
Nach der Zeremonie, der neben der beiderseitigen Verwandtschaft und Freunden auch oft der "Bestmann", der den Bräutigam bei den Vorbereitungen unterstützt hat, beiwohnt, geht es mit einem mit Seidenbändern, Büchsen und alten Schuhen behängtem Auto oder in der Pferdekutsche ins Haus der Braut oder in ein gemietetes Restaurant.
Die Kosten der Hochzeitsfeier teilen sich heutzutage die Eltern beider Brautleute.
Traditionell erhält die Braut vom Bräutigam nach der Hochzeitsnacht die Morgengabe - ein Schmuckstück als Aufmerksamkeit.
Auch der Brauch einer anschließenden Hochzeitsreise wird immer beliebter.