Finnische Frauen


Die finnischen Frauen sind auf dem Papier seit langen Zeiten gleichberechtigt.

Sie waren weltweit die ersten, die das Wahlrecht erhielten. (1906) Und bereits bei der Parlamentswahl im Jahr 1907 errangen sie fast 10 Prozent der Sitze.

Heute stellen Frauen mehr als ein Drittel aller finnischen Parlamentsabgeordneten. Und mit Tarja Halonen hat im Jahr 2000 auch erstmals eine Frau das höchste Amt im Staat, das der Präsidentin übernommen.

Ihr Selbstbewußtsein ziehen die Frauen nicht zuletzt aus der Tatsache, das sie vielfach selbst berufstätig sind, das es ihnen wie selbstverständlich gelingt Familie und Beruf in Einklang zu bringen.

Dazu trägt nicht zuletzt die gute Betreuung der Kinder in Schulen und Kindereinrichtungen bei.

Finnlandbesuchern wird auffallen, das finnische Frauen nicht nur wie z.B. in Deutschland üblich, Pferdeschwanz, sondern Zöpfe in allen Varianten tragen. Eigenwilliges Detail sind die kurzen, frechen Kopftücher, die mehr betonen als verhüllen, auf die man gerne setzt.

Finnische Frauen lieben modische Kleidung, oft sieht man sie aber im Alltag mit den allgegenwärtigen, meist Marken-Trainingsanzügen

Sie gehen mit Jogginganzug einkaufen und auch zur Elternversammlung in die Schule.

Am letzten Tag im Schuljahr, an dem in den meisten Schulen Feste mit Aufführungen der Kinder gefeiert werden und auch zur Weihnachtsfeier putzen sie sich gerne ein wenig heraus.

Sie legen großen Wert auf gute Kosmetik, schminken sich aber in der Regel dezent.

Frauen sind das starke Geschlecht. Das beweisen auch finnische Wissenschaftlerinnen.
Sie werden immer häufiger zur Professorin ernannt. Im Jahr 2000 waren in Finnland wie das Statistische Amt 20 % der Professoren weiblich. 1999 waren es nur 18 %.