öffentliche Bibliotheken gibt es auf dem Territorium des heutigen Finnlands seit über 200 Jahren und sie sind hierzulande weit mehr als z.B. in Deutschland ein wichtiges Zentrum des kulturellen Lebens.
Man geht in die Bibliothek um ein Buch auszuleihen, eine Zeitung zu lesen, um kostenlos im Internet zu surfen oder auch "nur" um Freunde zu treffen
Die finnische Hauptstadt ist reich an Bibliotheken.
Die älteste ist die in der Rikhardinkatu, die als sie 1881 eingeweiht wurde, auch das erste Gebäude in den nordischen Ländern war, das von vornherein als Bibliothek geplant war.
Mitten in der Stadt gelegen, ist sie mit ihrem fünfstöckigen "Bücherturm" und der gediegenen Ausstattung ein Ort der Ruhe und Einkehr, des Lernens und Lesens, den man nicht missen möchte.
Neben einer großen Auswahl an Büchern und Zeitschriften, darunter auch zahlreiche fremdsprachige, gibt es wechselnde Ausstellungen im kleinen Cafe, eine Artothek, Tagungsräume und die Möglichkeit bis zu zwei Stunden kostenfrei im Internet zu surfen.
In jeder Helsinkier Bibliothek kann man online gehen. Einzige Voraussetzung ist der Benutzerausweis und den erhalten Ansässige kostenfrei.
Und dieser Service der Bibliotheken genießt eine große Popularität.
Inzwischen übertrifft in Helsinkis Bibliotheken die Nutzung der vorhandenen 180 Internetcomputer die Buchausleihe. Im vergangenen Jahr wurden 8,9 Millionen Bücher ausgeliehen, die Zahl der Internetnutzungen beläuft sich dagegen auf 9,1 Millionen.
Im Juli 2000 fand die Leistung der Bibliotheken internationale Anerkennung mit der mit 1 Million dotierten Auszeichnung durch die Bill & Melinda Gates Stiftung.
Die Helsinkier Bibliotheken haben im März 2001 einen neuen Service für Hauptstadtbesucher eröffnet.
Vom elektronischen Informationsservice (IGS) werden Anfragen der verschiedendsten Art zum Thema Helsinki beantwortet.
Zwei der sechs aus der Adolf Erik Nordenskiöld-Sammlung der Helsinkier Bibliothek gestohlenen, äußerst wertvollen und teilweise aus dem 15. Jahrhundert stammenden Karten waren im März 2001 in Großbritannien wieder aufgetaucht und wurden der finnischen Botschaft in London übergeben.