Die Zahl der Aids-Todesfälle ist auch in Finnland dank der besseren Medikamente erheblich zurückgegangen.
Während 1996 noch 28 Finnen an diesem heimtükischen Virus starben, waren es im Folgejahr noch 7.
Im Gegensatz dazu steigt die Zahl der Neuinfektionen an.
1998 waren es 80, 1999 143. Im Jahr 2000 gab es in Finnland 133 Neuinfektionen mit HIV. Dabei ist die Anzahl derer, die sich durch unreine Injektionsnadeln infizierten, von 83 auf 51 reduziert.
Seit 1997 schwankt die Anzahl der Drogentoten zwischen 7 und 9 Personen im Jahr.
Im Mai 2001 gab es in Finnland 1.283 registrierte Fälle von HIV.
Und keiner kennt die genaue Zahl der Infizierten.
Ca 950 Euro kosten die Medikamente eines Patienten im Monat.
Er muss sie aber nicht aus eigener Tasche bezahlen. Die Kosten, die sich pro Jahr auf insgesamt etwa 4,7 Millionen Euro belaufen, trägt der Staat.
In der Gegend um Helsinki (Uusima) sind etwa 400 Personen HIV-positiv getestet. Sie werden im Aurora Krankenhaus betreut.
Das Diakonische Institut Helsinki hat im Juni 2001 ein Methadonprogramm für Heroinsüchtige gestartet, die HIV-positiv sind.
Es zeichnet sich ab, das sich die Lebensqualität der Beteiligten entscheidend verbessert. Sie sind nicht mehr gezwungen, zwielichtigen Geschäften nachzugehen, um sich das Geld für den Stoff zu beschaffen und haben eine echte Chance von der Strasse wegzukommen.
Im Konsultationsstützpunkt erhalten sie auch Nahrung, einen Platz zum Ruhen und die Möglichkeit, ihre Kleidung und sich selbst zu waschen. Zudem werden sie ärztlich betreut.