(1857-1915)
Die am 4. Dezember 1857 in Leppäkoski, Janakkala geborene Ida Emilia Aalberg wurde durch grosse Tragödien bekannt und gilt als eine der begabtesten Schauspielerinnen, die Finnland je hatte, als erster wirklicher Star des finnischsprachigen Theaters.
In ihren Anfangsjahren an der Helsinkier Bühne spielte Aalberg kleinere Rolle.
Das änderte sich erst, als sie in Deutschland 1878 und 1880 bei Marie Niemann-Seebach in Dresden Unterricht in Drama nahm.
Mit Hauptrollen in den Bühnenfassungen von Schiller's Luise Miller und Charlotte Brontë's Jane Eyre sowie einer Sommertournee im Jahr 1880 nach München, Wien, Budapest gelang ihr der endgültige, auch internationale Durchbruch.
1883/1884 führte sie eine längere Studienreise nach Paris. Zahlreiche Engagements im Ausland schlossen sich an.
So gastierte sie am Königlichen Theater in Stockholm als Ophelia in Shakespeares Hamlet, in Norwegen und Dänemark.
Im Jahr 1887 heiratete Ida Aalberg den bekannten Rechtsanwalt, Politiker und Fennomani Lauri Kivekäs und begeisterte sich für nationale Ideen.
Die Zeit Anfang der 1890er Jahre war schwierig für Ida Aalberg. Zum einen entfremdete sie sich durch ihre häufigen Auftritte im Ausland immer mehr vom finnischen Theater. Zum anderen starb im Jahr 1893 ihr Ehemann und die Künstlerin hatte auch mit eigenen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen.
Im Herbst 1893 versammelte Ida Aalberg um sich herum eine Gruppe von Schauspielern und ging mit ihnen unter eigenem Namen auf Tournee.
Im Jahr 1894 heiratete Ida Aalberg den Sankt Peterdburger Baron Alexander Uexküll-Gyllenband, der ihre Arbeit am finnischen Theater in vielfältiger Art und Weise unterstützte.
Die Künstlerin starb am 17. Januar 1915 in Sankt Petersburg.
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