| EU-Wahl 2009 | Finnische EU-Parlamentarier | Nachrichten zur EU-Wahl 2009 | EU-Wahl-Kandidaten geben Antwort | Finnische Kandidaten zur EU-Wahl |
In Finnland nennt man alle und alles gern mit Spitznamen. Egal, ob es der Lehrer, der Nachbar, die Tageszeitung oder die Mitglieder des Europäischen Parlaments sind.
"meppi" ist ja auch nicht nur kürzer als Member of European Parlament, sondern klingt auch fescher. Eigentlich auch näher, vertrauter.
Was aber keinesfalls zu Rückschlüssen auf die Nähe der Finnen zur Politik des Europäischen Parlaments verleiten sollte.
YLE, das staatliche finnische Fernsehen, hat nun die elektronischen Wahlmaschinen mit Fragen zur Aussenpolitik gefüttert und die Antworten der frisch gewählten mepit verglichen.
Dabei ging es um zwei in Finnland viel diskutierte Themen
Anders als in anderen europäischen Ländern hat die finnische Präsidentin nicht vor allem repräsentative Funktionen, sondern auch in der Verfassung verankerte aussenpolitische Aufgaben.
10 der 13 neu gewählten finnischen Europaparlamentarier würden die Präsidentin lieber öfter zu Hause lassen und die Aufgabenverteilung in der Staatsführung, der in anderen Ländern Europas anpassen.
Anderer Meinung sind in diesem Punkt Hannu Takkula (Keskusta), Mitro Repo (Sozialdemokraten) und Sari Essayah (Christdemokraten).
Weitgehend einig sind sich die neuen mepit auch in der NATO-Frage.
10 von ihnen glauben, dass Finnland sich an der Sicherheitspolitik der EU beteiligen kann, ohne selbst NATO-Mitglied zu sein.
Für eine NATO-Mitgliedschaft Finnlands sprechen sich Ville Itälä (Kokoomis), Eija-Riitta Korhola und Liisa Jaakonsaari (SPD) aus.
(09.06.2009, 13.50 Uhr, Quelle der Informationen: YLE Videotext S. 105)