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Nachrichten zu den Europa-Wahlen 2009 in Finnland

Finanzminister Katainen verwirft die EU-Wahlwerbung eines Parteikollegen

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Als Wahlwerbung nicht geeignet

Wahlplakat Pöntinen

Der Vorsitzende der Rechtspartei Kokoomus und finnische Finanzminister Jyrki Katainen hat den Eurowahlkandidaten seiner Partei Kai Pöntinen aufgefordert, seine Werbung einzustellen, weil sie leicht als gegen Einwanderer gerichtet, verstanden werden könnte.

Pöntinen wirbt mit "Stopp der Einwanderung der Sozialschnorrer".
Die Werbung erschien am Freitag auf der ersten Seite der grössten finnischen Tageszeitung Helsingin Sanomat.
Nach Auffassung Katainens, ist die Werbung leicht misszuverstehen.

Katainen meint, dass Finnland in Zukunft arbeitswillige Einwanderer brauche, weil die grossen Jahrgänge in Ruhestand gehen werden.
Er stellte fest, dass das Thema Einwanderung offener und kritischer Diskussion bedürfe. Und das vor allem, um die Ausbreitung rassistischer Meinungen zu verhindern.

Einwanderung ist nach Katainen, eine der grossen Fragen der Zukunft. Sie müsse ernst genommen werden, denn es gehe um Menschen und ihr Leben.
In Finnland sei die Neigung der Einwanderer zu Krawallen noch nicht so verbreitet wie in Schweden, man müsse aber zu sehen, dass sie es so auch nie so wird.

(02.06.2009, 11.10 Uhr, Quelle)